Als das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Jahr 2023 das Förderprogramm Manufacturing-X (MX) ins Leben rief, war unser Ziel klar: Deutschland sollte sich – in den Worten von Bundesminister Habeck – vom „Fabrikausrüster zum Digitalausrüster der Welt“ transformieren. MX ist ein ambitioniertes Vorhaben. Es wird gemeinsame Standards, Datensouveränität und branchenübergreifende Interoperabilität voranbringen. Ziel ist der Aufbau eines offenen Datenökosystems, das nicht nur Effizienz- und Nachhaltigkeitsgewinne, sondern auch neue Geschäftsmodelle und Innovationen in einer datengetriebenen Wirtschaft ermöglicht. Eine der Voraussetzungen für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.
Ein erfolgreiches Projekt unserer MX-Familie ist HealthTrack-X (HT-X), das sich einem hochsensiblen Bereich widmet: den gesundheitswirtschaftlichen Wertschöpfungsnetzwerken und Lieferketten. Der Bedarf an offenen und interoperablen Lösungen ist besonders groß – nicht zuletzt, weil uns die Erfahrungen der letzten Jahre, vor allem während der Covid19-Pandemie, deutlich vor Augen geführt haben, wie anfällig bestehende Strukturen und – im Umkehrschluss – wie wirkungsvoll Daten sein können. Zusammenarbeit und Transparenz sind dabei Erfolgsfaktoren, um die Resilienz des Systems dauerhaft zu stärken.
Wir freuen uns über die großen Fortschritte von HT-X und den Beitrag zum Gelingen von MX insgesamt. Das Projekt sendet ein starkes Signal in die Gesundheitsbranche und trägt mit seiner branchenübergreifenden Arbeit dazu bei, dass sich die Datenökonomie im Gesundheitswesen sich weiterentwickelt und dabei die Verflechtungen mit anderen Branchen mitberücksichtigt – ganz im Sinne der Ziele des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.
Ernst Stöckl-Pukall | Leiter Referat für „Digitalisierung und Industrie 4.0 | Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz